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Der Offentliche Personen Nahverkehr (ÖPNV) in unserem Landkreis erscheint, zählt man die Omnibuslinien, durchaus attraktiv. Doch leider fehlen häufig die passenden Anschlüsse der Buslinien untereinander, insbesondere aber mit den Zügen der Bahn. Das ist eine Seite  die andere ist, dass hohe IndividualMobilität und viel kostenloser Parkraum, sowohl in den peripheren Einkaufszentren als auch innerorts, niedrige Treibstoffpreise und keine Verkehrsstaus keine Anreize bieten auf ÖPNV umzusteigen.

 

Womit wir beim Straßenbau wären.

 

Hätten wir nicht das BillionenSchuldenLoch im Staatshaushalt, wären wohl Projekte wie die Umfahrung Burghausens durch das Lengthal oder von Burgkirchen über Hohenwart bzw. über Thalhausen bereits verwirklicht. Beide Projekte und ihre Problematik wurden im Mitgliederbrief im September 1998 ausführlich beschrieben.

 

Zur A 94:

 

Obwohl an dieser Stelle kontinuierlich darüber berichtet wurde, muss die Position des BN für unsere "Neuen" nochmals dargelegt werden. Wir müssen davon ausgehen, dass Sie Informationen dazu bisher vorwiegend aus dem Alt-Neuöttinger Anzeiger bezogen haben, der einseitig die Position der Bayerischen Staatsregierung vertritt.

 

Bitte lesen Sie den folgenden, im ANA nicht veröffentlichten Leserbrief unseres Landesgeschaftsführers Helmut Steininger, der den Kampf und Krampf um diese Autobahn seit Anbeginn begleitet.

 

Leserbrief des BN-Landesgeschaftsführers Helmut Steininger

 

    1. Der Bund Naturschutz in Bayern e.V. (BN) kämpft nicht aus ideologischen Gründen sondern auf Grund seines satzungsgemäßen Auftrages und als Anwalt der Natur gegen die A94.

 

 Diese Autobahn vernichtet bei einer Gesamtlänge von ca. 140 km (Endausbau bis A 3) ca. 1.300 1.400 ha (!) wertvolle altbayerische Kulturlandschaft mit zahlreichen unersetzbaren Einzelbiotopen und schutzwürdigen Gebieten.

 

Dies ist alles dokumentiert und nachgewiesen in den Stellungnahmen zu Raumordnungs- und Planfeststellungsverfahren und den staatlichen Behörden bekannt.

 

    2.   Zu den obersten Grundsätzen unseres Verbandes gehört die Erhaltung der Naturund Kulturlandschaft und nicht die Zerstörung durch Überbauung, Versiegelung usw.

 

Auch der Freistaat Bayern müsste hier eigentlich so handeln, wenn er seine eigenen Gesetze (Raumordnungsgesetz, Bayerisches Naturschutzgesetz und Bayerische Verfassung Art. 141) genauer und konsequenter beachten würde. Die CSU und auch die SPD sprechen zwar laufend von der Notwendigkeit der Erhaltung bayerischer Heimatlandschaft aber bei der A 94 sind alle Gesetze und Grundsatzerklärungen außer Kraft gesetzt. Dies gilt auch für Teile der bayerischen SPD.

 

3.  Natürlich erkennen wir auch die Notwendigkeit einer leistungsfähigen, modernen Verkehrsverbindung vom Großraum Altötting/ Mühldorf nach München an. Wir plädieren deshalb seit über 20 Jahren für den vierstreifigen Ausbau der B12 mit entsprechenden Ortsumfahrungen. Die Gutachten liegen im Ministerium und bei der Regierung von Oberbayern vor und könnten sofort realisiert werden.

 

4.   Unsere Variante hätte folgende Vorteile:

 

    - Der Grundstücksverbrauch geht bei einer Ausbauvariante 2  4 (B12) um über die Hälfte zurück

 

    - Die Kosten würden sich um ca. 40 % reduzieren

 

    - Die B 12 vierstreifig mit Mittelleitplanke ist planerisch fertig (Gutachten liegen vor) und könnte abschnittsweise bei vollem Verkehr bereits in wenigen Jahren gebaut werden

 

    - Es gibt keinen Widerstand vom BN bei einem Ausbau der B 12 vierstreifig und die Akzeptanz bei der Bevölkerung wäre groß

 

    -    Die Verkehrsleistung einer B 12 vierstreifig mit Mittelleitplanke beträgt bis zu 30.000 Kraftfahrzeugen pro 24 Stunden

 

Insgesamt ist unsere Alternative ökologisch vertretbar, ökonomisch günstig und schneller realisierbar.

 

Es ist unerklärlich, warum unsere Alternative nicht angenommen wird. Eine A 94 durch das Isental und niederbayerische Inntal wird es mit uns nicht geben.

 

Es scheitert vor allem an der Unbeweglichkeit der Bayerischen Staatsregierung (Innenministerfum/Autobahndirektion) und an ihrer Partei, ebenso wie Teilen der SPD.

 

Im übrigen werden Ankäufe und Rechtsstreitigkeiten voll aus Spenden finanziert, die wir dankenswerterweise großzügig aus der Bevölkerung erhalten.

 

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eMail: bn-altoetting@iivs.de